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Thiamin (Vitamin B1)

Thiamin (Vitamin B1)

Thiamin (Vitamin B1) ist ein wasserlösliches (hydrophiles) Vitamin und gehört zu der Gruppe der B-Vitamine.

Stabilität von Thiamin

Thiamin ist empfindlich gegenüber Hitze sowie Licht und reagiert leicht mit Sauerstoff.

Vorkommen von Thiamin

Thiamin findet sich sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln, jedoch nur in geringer Konzentration.

Über die Nahrung aufgenommenes Thiamin wird durch Enzyme der Darmwand in einen Zustand überführt, der die Aufnahme des Vitamins ermöglicht.

Transport und Verteilung von Thiamin im Körper

Freies Thiamin gelangt über die Pfortader in die Leber, von wo aus es über die Blutbahn zu den Zielorganen und -geweben entsprechend ihrem Bedarf transportiert wird.

Die Zufuhr hoher Thiamin-Dosen führt zur Überschreitung der Bindungskapazität, so dass überschüssiges Thiamin ausgeschieden wird.

An den Zielorganen und -geweben wird Thiamin über einen Thiamintransporter in die Zielzellen und die Energiekraftwerke der Zellen aufgenommen.

Aufgrund der Bedeutung von Thiamin im Kohlenhydrat- und Energiestoffwechsel weisen insbesondere Herzmuskel (3-8 Mikrogramm/Gramm), Niere (2-6 Mikrogramm/Gramm), Leber (2-8 Mikrogramm/Gramm), Gehirn (1-4 Mikrogramm/Gramm) und Skelettmuskel hohe Thiaminkonzentrationen auf.

Thiamin-Körperbestand

Der Gesamtkörperbestand an Thiamin beträgt bei gesunden Menschen 25-30 Milligramm, wovon sich circa 40 % in der Muskulatur befinden.

Ein Thiaminspeicher im engeren Sinne existiert nicht. Aufgrund seiner Funktion als Coenzym ist das Vitamin immer mit dem entsprechenden Enzym verbunden und wird nur in dem Umfang von der Niere zurückgehalten, wie es aktuell erforderlich ist.

Die biologische Halbwertszeit von Thiamin ist relativ kurz und wird beim Menschen mit 9,5-18,5 Tagen angegeben. Die begrenzte Speicherkapazität und hohe Umsatzrate des B-Vitamins machen eine tägliche Zufuhr ausreichender Thiamin Mengen zur Bedarfsdeckung notwendig.

Dies ist insbesondere bei erhöhtem Vitamin B1-Verbrauch infolge eines gesteigerten Stoffwechsels wie beim Sport, bei schwerer körperlicher Arbeit, innerhalb der Schwangerschaft und Stillzeit, bei chronischem Alkoholabusus sowie bei Fieber erforderlich.

Ausscheidung von Thiamin

Die Thiamin-Ausscheidung ist dosisabhängig. Im physiologischen Bereich wird Thiamin zu etwa 25 % über die Niere eliminiert.

Die Ausscheidung bei hohen Dosen erfolgt nahezu vollständig über die Niere, wobei zugleich der Anteil des über die Galle ausgeschiedenen und des nicht aufgenommenen Thiamins in den Fäzes ansteigt.

Je höher die Zufuhr, desto geringer die Verstoffwechselung und desto stärker die Ausscheidung an freiem, unverändertem Thiamin.

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