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Vitamin E

Vitamin E

Vitamin E gehört zu der Gruppe der fettlöslichen (lipophilen) Vitamine.

Vorkommen von Vitamin E

Zur Vitamin E-Synthese sind ausschließlich Pflanzen befähigt. Während (dunkel-) grüne Pflanzenteile relativ viel alpha-Tocopherol enthalten, ist in gelben Pflanzengeweben, Stengeln, Wurzeln und Früchten grüner Pflanzen eine vergleichsweise geringe Konzentration an Vitamin E vorhanden.

In den nicht grünen Pflanzen beziehungsweise Pflanzengeweben kommt neben alpha-Tocopherol hauptsächlich gamma-Tocopherol vor.

Über die Nahrungskette gelangt Vitamin E in den tierischen Organismus und ist somit auch in tierischen Lebensmitteln wie in Fleisch, Leber, Fisch, Milch und Eiern nachweisbar.

Die Tocopherol-Gehalte in Lebensmitteln tierischen Ursprungs sind jedoch weit niedriger als in pflanzlichen Produkten und stark von der Ernährung der Tiere abhängig.

Aufnahme von Vitamin E

Wie alle fettlöslichen Vitamine wird auch Vitamin E im Rahmen der Fettverdauung im oberen Dünndarm aufgenommen (resorbiert). Eine Vielzahl von Faktoren ist für die optimale Aufnahme fettlöslicher Vitamine notwendig.

Dazu zählen unter anderem die Anwesenheit von Nahrungsfetten als Transportmittel, Gallensäuren zur Erhöhung der Löslichkeit (Solubilisierung), Verdauungsenzyme (Pankreasesterasen) und die Bildung von Transportkügelchen (Micellenbildung).

Die Micellen sorgen für den Transport fettlöslicher Substanzen in einer wässrigen Lösung. Verdauungsenzyme (Pankreasesterasen) sind für die Spaltung der Tocopherylester verantwortlich.

Nur freies Vitamin E wird über die Schleimhaut im Dünndarm aufgenommen. Die übrigen Vitamin E-Formen wie beispielsweise Tocopherylacetat werden vorher im Dünndarm gespalten und als freie Form aufgenommen.

Innerhalb der Darmzellen erfolgt die Aufnahme von Vitamin E in Chylomikronen fettreiche Lipoproteine (Chylomikronen). Diese transportieren das lipophile Vitamin über die Lymphe in den peripheren Blutkreislauf.

Bioverfügbarkeit von Vitamin E

Bei physiologischer Zufuhr von Vitamin E ist eine Absorptionsrate zwischen 25-60 % zu erwarten. Mit steigender Zufuhrmenge sinkt die aufgenommene Menge des Vitamin E.

Während bei Gaben von 12 Milligramm circa 54 % aufgenommen werden, sinkt die Aufnahme bei 24 Milligramm auf 30 %. Bei 200 Milligramm Vitamin E werden unter einer durchschnittlichen Fettzufuhr nur noch etwa 10 % aufgenommen.

Transport und Verteilung von Vitamin E im Körper

Während des Transports zur Leber wird alpha-Tocopherol in geringem Umfang unter Einwirkung des Enzyms Lipoproteinlipase aus den Chylomikronen an das Fettgewebe und die Muskulatur abgegeben.

In den Leberzellen werden die Vitamin E-Verbindungen an ein alpha-Tocopherol-bindende Protein beziehungsweise - Transferprotein (alpha-TBP/-TTP) übertragen, das bevorzugt RRR-alpha-Tocopherol bindet und dieses im Blutplasma transportiert. Zielorgane der Vitamin E-Verbindungen sind unter anderem Muskel, Herz, Nervensystem und Depotfett.

Ausscheidung von Vitamin E

Die Ausscheidung von Vitamin E steht mit deren antioxidativen Funktion in Verbindun. Alpha-Tocopherylhydrochinon kann über den Stuhl und die Galla eliminiert werden.

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