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Vitamin C

Vitamin C

Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, gehört zu der Gruppe der wasserlöslichen (hydrophilen) Vitamine.

Antioxidative Wirkung des Vitamin C

Vitamin C ist der Gattungsname für Ascorbinsäure und deren Abkömmlinge, die die gleiche biologische Wirksamkeit aufweisen.

Vitamin C besitzt ein starkes Redoxpotential, da freie Radikale im Körper durch das Vitamin neutralisiert werden können. Dieser Vorgang wird auch als antioxidative Wirkung bezeichnet. 

In wässriger Lösung kommt es in Abhängigkeit vom Anteil des Sauerstoffs am Gesamtdruck, pH-Wert und Temperatur leicht zu einer Umwandlung (Oxidation) des Vitamins.

Beim Oxidationsprozess wird Ascorbinsäure reversibel (umkehrbar) über das Zwischenprodukt Semidehydroascorbinsäure zu Dehydroascorbinsäure umgewandelt. Dehydroascorbinsäure kann durch eine Reduktion mittels Glutathion wieder in Ascorbinsäure überführt werden.

Diese drei Verbindungen stellen ein reversibles Redoxsystem dar, woraus sich die antioxidative Wirkung des Vitamin C ergibt. Synthese von Vitamin C

Ascorbinsäure wird von höheren Pflanzen und den meisten Tieren aus D-Glucose synthetisiert.

Für einen dieser Syntheseschritte ist das Enzym L-Gulonolacton-Oxidase erforderlich. Menschen, Menschenaffen sowie Meerschweinchen und einige Insektenarten, sind aufgrund einer Genmutation nicht in der Lage, das Enzym im Körper zu synthetisieren. Daher sind diese auf die Zufuhr von Vitamin C über die Nahrung angewiesen.

Aufnahme von Vitamin C

Über die Nahrung zugeführte Ascorbinsäure wird bereits durch die Mundschleimhaut geringfügig aufgenommen (resorbiert). Das Vitamin wird jedoch hauptsächlich in bestimmten Abschnitten des Dünndarms aufgenommen.

Der Mechanismus der Vitamin C-Aufnahme ist dosisabhängig und zwischen den Organismen verschieden. Mit steigender verabreichter Vitamin C-Dosis sinkt die aufgenommene Menge (Resorptionsrate) wie folgt.

Im Rahmen der üblichen Nahrungsaufnahme bis 180 Milligramm pro Tag werden 80-90 % aufgenommen 

bei einer Dosis von 1 Gramm pro Tag beträgt die Aufnahme 65-75 % 

bei 3 Gramm pro Tag liegt die aufgenommene Menge bei etwa 40 % 

ab einer Dosis von 12 Gramm pro Tag werden nur noch circa 16 % des Vitamin C aufgenommen

Nicht aufgenommenes Vitamin C wird von der Dickdarmflora hauptsächlich zu Kohlendioxid (CO2) und organischen Säuren abgebaut. Aus diesem Grund kann die Zufuhr hoher Vitamin C-Dosen Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen (Abdominalschmerzen) und Durchfall (Diarrhoe) zur Folge haben.

Transport und Verteilung von Vitamin C im Körper

Aufgenommenes und im Blutplasma erscheinendes Vitamin C ist zu 24 % an Protein gebunden und verteilt sich im gesamten Organismus. Die Bindungsstärke (Affinität) ist allerdings zwischen den Geweben verschieden.

Besonders reich an Vitamin C beim Menschen in absteigender Konzentration sind:

Hirnhangdrüse (Hypophyse)

Nebenniere

Augenlinse

weiße Blutkörperchen (Leukozyten, vor allem Lymphozyten)

Gehirn

Leber

Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Milz

Niere

Herzmuskel (Myokard)

Lunge

Skelettmuskel

Hoden (Testes)

Schilddrüse

Der Mensch verfügt über keine speziellen Speicher für Vitamin C. Jede übermäßige Zufuhr wird nicht aufgenommen beziehungsweise über die Niere (renal) und oder den Stuhl ausgeschieden.

Ausscheidung von Vitamin C

Der Abbau von Ascorbinsäure in Niere und Leber erfolgt oxidativ über Oxalsäure. Beträgt die Vitamin C-Plasmakonzentration 1,2-1,8 Milligramm pro Deziliter und der Gesamtkörperpool circa 1,5 Gramm werden Ascorbinsäure, deren wichtigste Zwischenprodukte (Metabolite) und Oxalsäure über die Nieren ausgeschieden.

Die Elimination über die Niere ist weniger ein Maß für die Aufnahme von Vitamin C als vielmehr ein Anhaltspunkt für die gesamte Gewebssättigung.

Risiko von durch Vitamin C verursachten Nierensteinen

35-50 % der täglichen Oxalsäuremenge im Harn (ca. 30-40 mg) stammen beim gesunden Erwachsenen, der eine normale Ernährungsweise aufweist, aus Ascorbinsäure. Die ausgeschiedene Oxalsäure, die durch Vitamin C verursacht wird, scheint in der gesunden Bevölkerung keine Rolle bei der Bildung von Nierensteinen (Calciumoxalatsteine) zu spielen.

Hohe Vitamin C-Dosen von 1,5 Gramm pro Tag führen zu keinem erhöhten Risiko für Nierensteine (Nephrolithiasis) [6, 7]. Patienten mit wiederkehrenden (rezidivierenden) Nierensteinen, eingeschränkter Nierenfunktion oder einem Defekt im Ascorbinsäure- beziehungsweise Oxalatstoffwechsel sollten jedoch ihre Vitamin C-Zufuhr auf 50-100 Milligramm pro Tag beschränken.

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